Workshop „Zur Zukunft hauswirtschaftlicher Dienstleistungen“

Workshop „Zur Zukunft hauswirtschaftlicher Dienstleistungen“

Im Rahmen unseres vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) geförderten Projektes „LernBAR“ fand am 15. Mai im Josef-Prior-Saal ein Workshop „Zur Zukunft der Hauswirtschaft“ statt. Unter den 40 Teilnehmenden waren Vertretende der Technischen Universität Dortmund und Fachhochschule Münster, der Landwirtschaftskammern aus Münster, Hannover und Oldenburg, betriebliche Ausbilder/innen, Berufsschullehrer/innen verschiedener Berufskollegs sowie weitere Lehr- und Fachkräfte aus Berufsbildungswerken, Werkstätten für Menschen mit Behinderung und Inklusionsbetrieben.

Der Workshop diente dazu, das Projekt kurz vorzustellen und die Einflüsse gesellschaftlicher Entwicklungen auf die Fachrichtung Hauswirtschaft sowie Fragen zum Potential der Digitalisierung für die hauswirtschaftliche (inklusive) Berufsausbildung auszuloten und zu diskutieren.

Frau Susanne Saerbeck, Referentin für Berufsbildung in der Hauswirtschaft bei der Landwirtschaftskammer NRW, ging in ihrem Impulsreferat auf die aktuelle Ausbildungssituation und die Entwicklungstrends in der Hauswirtschaft ein.

Der Hauswirtschaft wurde eine große Verantwortung in der Benachteiligten-Ausbildung übertragen, da in den vergangenen Jahren ein starker Anstieg in den Ausbildungen nach §66 BBiG zu verzeichnen ist, während die Anzahl im Vollberuf der Hauswirtschafter/in kontinuierlich zurück geht. Frau Saerbeck berichtete auch über die Erarbeitung der neuen Ausbildungsordnung für die Hauswirtschaft, die voraussichtlich 2020 in Kraft treten wird. Die personenbezogenen Dienstleistungen und Kundenorientierung nehmen in der Hauswirtschaft weiterhin einen hohen Stellenwert ein. In allen neuen und modernisierten Ausbildungsordnungen werde die Digitalisierung ein Themenschwerpunkt sein und somit die Ausbildung verändern. Durch die fortschreitende Digitalisierung ergeben sich viele Chancen; es stellt die Berufsausbildung aber auch vor neue Herausforderungen.

In mehreren Diskussionsrunden wurde die hochaktuelle Thematik weiter konkretisiert. Ein wichtiges Thema war die Frage, welche Einflüsse, Entwicklungen und Trends sich für hauswirtschaftliche Ausbildungsinhalte vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Veränderungen ergeben. Es folgte eine Einschätzung, inwieweit berufliche Standards und Ausbildungskonzepte in der Hauswirtschaft im Hinblick auf die Vielfalt und Inklusion angepasst werden müssen.

Es wurde diskutiert, wie die Ausbildungen an die Digitalisierung angepasst werden können.

Das Projekt „LernBAR“ zeigt auf, wie Lernen auf Basis von Augmented Reality (AR) Applikationen unterstützt werden kann. Über eine Augmented-Reality-Brille werden zusätzliche Informationen in der echten Umgebung angezeigt, so dass durch eine computerunterstützte Wahrnehmung bzw. Darstellung, die reale Welt um virtuelle Aspekte erweitert wird.

Im Projekt werden außerdem Bildungsangebote für den Einsatz von weiteren digitalen Medien wie Tablets oder Smartphones in den hauswirtschaftlichen Ausbildungsbereichen entwickelt und erprobt.

Die Expertise der Teilnehmenden und die Ergebnisse dieses Workshops fließen in die Entwicklung der digital-gestützten Praxisbausteine des Projektes LernBAR mit ein. Alle Teilnehmenden waren sehr dankbar für dieses Forum zum Informations- und Erfahrungsaustausch.

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